Was kann ich tun?

Für einen besseren Einsatz von Licht

Sie möchten die Nacht bewahren für Mensch und Natur? Jede und jeder kann etwas tun – zuhause, im Garten, in der Freizeit, im Betrieb, als aktives Mitglied der Gemeinde oder im Verein. Mit diesen Grundsätzen ist beleuchten Sie natur- und nachtfreundlich und sparen viel Energie:

  1. Notwendigkeit: Licht nur dort einsetzen, wo es für den Menschen notwendig ist.
  2. Zeitliche Steuerung: Licht nur dann brennen lassen, wenn es den Zweck auch erfüllt.
  3. Intensität/ Helligkeit: Die geringstmögliche Gesamtlichtmenge sollte eingesetzt werden, dies spart auch Energie. Keine Übererfüllung der Normwerte!
  4. Lichtfarbe / Lichtspektrum: Wenn möglich ist warmweisses Licht zu bevorzugen, denn dies hat einen geringeren Blaulichtanteil. Je geringer der Blaulichtanteil desto weniger stört das Licht die natürlichen Rhythmen von Pflanzen und Tiere.
  5. Ausrichtung / Abschirmung: Nur Nutzlichtflächen beleuchten, unnützes Streulicht sollte wo möglich mit der Ausrichtung des Lichtkegels oder gegebenenfalls mit Abschirmungen gesteuert werden. Dafür ist auch die richtige Lichtpunkthöhe zu wählen.

Infos & Merkblätter

Nachhaltig beleuchten

Es bestehen schon viele gute Info- und Merkblätter, erstellt von Inititativen, Forschungsprogrammen und Kantonen. Wir möchten auf folgende besonders aufmerksam machen.

Forschungsprogramm COST/LONNE: Ist es hell, oder schon zu grell? Tipps für die Gestaltung von Außenbeleuchtungen, zur Schonung der Umwelt, der allgemeinen Gesundheit und zur Einsparung von Steuergeldern.

Das Amt für Umwelt des Kantons  Solothurn hat schon vor einigen Jahren viele gute Dokumente erarbeitet. Hier eine Visualisierung der wichtigsten Handlungsleitsätze: Vermeidung von Lichtemissionen. Visualisierte Zusammenfassung (pdf, 1.84 MB)/

Parkplatzbeleuchtung

(c) Biosphärenreservat Rhön (https://www.sternenpark-rhoen.de/astronomie/download-bereich/m_43455)

Der Sternenpark Rhön hat ein Merkblatt herausgegeben, welches eine gute Illustration für nachts unbenutzte Parkplätze enthält: Biosphärenreservat Rhön: Handlungsempfehlung zur Außenbeleuchtung: Arbeitsstättenbeleuchtung, Parkplätze und Werbeanlagen

Möchten Sie einen Garten, in dem sich Fuchs und Hase und Gute Nacht sagen? In welchem Glühwürmchen leuchten und Fledermäuse landen? Damit sparen Sie Strom und Kosten. Zusätzlich verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Aussenbeleuchtung. Und Sie locken natürliche Nützlinge an, denn Glühwürmchen sind zum Beispiel unersättliche Schneckenliebhaber und Fledermäuse verspeisen diejenigen Insekten, die wir oft erst mit unseren Lichtern anlocken und als störend empfinden. [Tipps lesen]

Natürliche Dunkelheit lässt sich nicht immer problemlos mit den Bedürfnissen von Einwohnern und Gemeinden in Einklang bringen. Gemeinsam finden wir Lösungen zum Schutz der Nachtlandschaften, ohne Einbussen bezüglich Sicherheit und Wohlbefinden.

Hanspeter Schneiter, Gemeindepräsident Guggisberg

Nützliche Links

Tipps zur Vermeidung von Lichtverschmutzung Kanton Bern
Empfehlungen für nachhaltige Nacht-Angebote (PDF)

Auf Gemeindeebene

Was können die Behörden tun?

Planen Sie eine Veranstaltung in Ihrer Gemeinde oder wissen Sie von einem touristischen Angebot? Dafür haben wir Leitlinien zusammengestellt, die Ihnen einige Tipps zur Vermeidung von unnötigem Licht geben.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zur Verfügung und geben Ihnen Tipps, wie Ihre Gäste trotz weniger Licht noch durckblicken. Melden Sie sich bei uns via Kontaktformular.

Download der Leitlinien (PDF)