Was kann ich tun?

Für einen besseren Einsatz von Licht

Die Region Gantrisch ist schwach besiedelt und enthält eine grosse Menge an Naturflächen wie Wald, Landwirtschaft und Schutzgebiete. Dort ist es naturgemäss dunkel.

Die Region Gantrisch will für Mensch und Natur der Gegend die Nacht bewahren und Nachahmer gewinnen. Nachfolgend haben wir für Privatpersonen und Gemeinden einige Tipps zusammengestellt, und zeigen Ihnen, was Sie tun können, um der Nachtdunkelheit Sorge zu tragen.

Für Privatpersonen

Sinnvoller Einsatz von Licht am Haus

In privaten Haushalten kann man häufig viel zur Verbesserung der  Tür-, Fassaden-, Weg- und Gartenbeleuchtungen tun. Schon ein bewusster Umgang mit Licht kann viel Energie sparen und die Nachtruhe fördern.

Planen Sie Ihre Beleuchtung anhand der folgenden 5 Grundsätze
  1. Notwendigkeit: Licht nur dort einsetzen, wo es für den Menschen notwendig ist.
  2. Zeitliche Steuerung: Licht nur dann brennen lassen, wenn es den Zweck auch erfüllt.
  3. Intensität/ Helligkeit: Die geringstmögliche Gesamtlichtmenge sollte eingesetzt werden, dies spart auch Energie. Keine Übererfüllung der Normwerte!
  4. Lichtfarbe / Lichtspektrum: Wenn möglich ist warmweisses Licht zu bevorzugen, denn dies hat einen geringeren Blaulichtanteil. Je geringer der Blaulichtanteil desto weniger stört das Licht die natürlichen Rhythmen von Pflanzen und Tiere.
  5. Ausrichtung / Abschirmung: Nur Nutzlichtflächen beleuchten, unnützes Streulicht sollte wo möglich mit der Ausrichtung des Lichtkegels oder gegebenenfalls mit Abschirmungen gesteuert werden. Dafür ist auch die richtige Lichtpunkthöhe zu wählen.
8 Schritte zu einer insektenfreundlicheren Nacht im Garten
  1. Bewusstsein: Wo haben wir nachts Licht? Welche Natur- und Innenräume erleuchte ich?
  2. Notwendigkeit: brauche ich die Beleuchtung wirklich?
  3. Dauer: Eine Zeitschaltuhr oder Bewegungsmelder installieren, nur Leuchten mit Bewegungsmelder kaufen. Bei Nichtbenutzung ausschalten.
  4. Richtung: Der Lichtkegel sollte immer gegen unten gerichtet sein. Lampen gegen oben abschirmen.
  5. Kugellampen: Von Kugellampen und Schwimmkugeln im Gartenteich ist abzuraten. Verzichten Sie auch auf die Beleuchtung von Bäumen und Sträuchern, denn diese stört Tiere und den Baum in ihrer Ruhephase und Vögel beim Brüten.
  6. Qualität: Geschlossene Lichtkörper verhindern das Eindringen von Insekten.
  7. Helligkeit: Die dunkelste Variante wählen – auch damit lassen sich schöne Effekte erzielen.
  8. Solarlämpchen mit Dämmerungssensor (mit Spiess oder als Hängelampen erhältlich): siehe Punkt 2.

Rüsten Sie um? Wir helfen Ihnen gerne!

Melden Sie sich beim Naturpark – gerne dokumentieren wir gute Beispiele vorher & nachher. Möchten Sie Kappen für Kugellampen bestellen? Sammelbestellungen für Kugellampen-Kappen mit 15cm Durchmesser sind beim Naturpark Gantrisch möglich.  Bei Interesse bitte melden bei info@gantrisch.ch

Natürliche Dunkelheit lässt sich nicht immer problemlos mit den Bedürfnissen von Einwohnern und Gemeinden in Einklang bringen. Gemeinsam finden wir Lösungen zum Schutz der Nachtlandschaften, ohne Einbussen bezüglich Sicherheit und Wohlbefinden.

Hanspeter Schneiter, Gemeindepräsident Guggisberg

Nützliche Links

Tipps zur Vermeidung von Lichtverschmutzung Kanton Bern
Empfehlungen für nachhaltige Nacht-Angebote (PDF)

Auf Gemeindeebene

Was können die Behörden tun?

Planen Sie eine Veranstaltung in Ihrer Gemeinde oder wissen Sie von einem touristischen Angebot? Dafür haben wir Leitlinien zusammengestellt, die Ihnen einige Tipps zur Vermeidung von unnötigem Licht geben.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zur Verfügung und geben Ihnen Tipps, wie Ihre Gäste trotz weniger Licht noch durckblicken. Melden Sie sich bei uns via Kontaktformular.

Download der Leitlinien (PDF)