FAQ

Frequently Asked Questions - Oft gestellte Fragen

Was ist Lichtverschmutzung?

Für Lichtverschmutzung gibt es verschiedene Definitionen. Der Begriff kommt aus dem Englischen, “light pollution”. Die natürliche Nachthelligkeit, die durch die Sterne und das reflektierte Sonnenlicht des Mondes entsteht, wird durch künstliches Licht “verschmutzt”.

Was kann ich dagegen tun?

Gehen Sie mit offenen Augen durch die Nacht. Schauen Sie zuhause in ihrer Umgebung die Lichter an: Welchen Zweck erfüllen sie? Nutzt jemand in diesem Augenblick das Licht? Besprechen Sie das Thema mit Ihren Nachbarn, in ihrem Quartier.

Sieht man wirklich so viele Sterne?

Man sieht im Naturpark Gantrisch Abertausende von Sternen – wenn die Bedingungen stimmen. Achtet auf stabiles, klares Wetter und die Mondphase (Neumond). Faustregel: je blauer der Himmel tagsüber, um so klarer ist er nachts. Informiert Euch über den Stand der Milchstrasse. Achtung: Die Milchstrassenfotos zeigen Farben, die unser Auge gar nicht im Stande ist, zu sehen. Das Sternenlicht ist viel zu fein, als dass es unsere Augen farbig wahrnehmen können. Wir können aber das Band der Milchstrasse sehen.

Und was ist mit Weihnachtsbeleuchtung?

Licht soll dort brennen, wo es einen Nutzen erfüllt. Dies darf auch ein ästhetischer Nutzen sein. Nach 22 Uhr sind jedoch nur noch wenige Leute unterwegs, es macht daher Sinn, die Beleuchtung bis zum Morgen auszuschalten. Achten Sie bei der Beleuchtung auf warme Farben und nicht blinkende Leuchtmittel – damit vermeiden Sie, die Nachbarn zu blenden oder zu verärgern.

Darf ich in der Kernzone unter freiem Himmel schlafen?

Eine einzelne Übernachtung einer kleinen Anzahl Personen im Gebirge oberhalb der Waldgrenze ist in der Regel unproblematisch – wenn sie rücksichtsvoll erfolgt und nach dem Motto: Hinterlasse nichts ausser deine Fussspuren, nimm nichts mit ausser Deine Eindrücke. Lass keine Abfälle zurück: dazu zählen auch Essensreste und Klopapier. Bitte beachtet hier das Merkblatt des SAC.

Speziell im Gurnigelgebiet befindet Ihr Euch häufig in der Nähe von Alphütten, kleinen Gasthöfen, Hotels und auf Alpweiden. Zeigt Respekt und haltet Abstand, informiert Euch über Mutterkuhweiden und Herdenschutzhunde.

Der Selibühl liegt nicht über der Waldgrenze und grenzt direkt an ein Waldreservat und eine Wildruhezone. Die Übernachtung dort wird nicht empfohlen.

Als Besucher seid Ihr Teil des Sternenparks: wir vermeiden Störungen durch Licht und sind uns bewusst, dass jeder Schritt Tiere aufschrecken kann. Als echte Nachtprofis erkennt man Euch an Stirnlampen mit rotem Licht. Probiert aus, ob ihr den Weg auch ohne Stirnlampe schafft – erlebt, wie sich Euer Auge langsam an Dunkelheit anpasst.