Es wird ernst

(Licht-)Emissionen sind an der Quelle zu begrenzen, sagt unser Natur- und Heimatschutzgesetz in Artikel 11. Und zwar schon vorsorglich, sprich: bevor etwas Schlimmes passiert. Falls die Emissionen schädlich oder lästig werden – oder werden können – , gibt es Verschärfungen. Aber was heisst das und wie ist dieses Gesetz in Bezug auf auf künstliches Licht auszulegen?

Während der letzten Jahre wurde im Bundesamt für Umwelt sorgfältig eine Umsetzungshilfe erarbeitet, welche jetzt publiziert wurde. Sie gibt Gemeinden eine Handreichung, wie mit den Problemen von übermässigen Lichtemissionen umzugehen ist. Im Dossier des BAFU findet sich neben der Vollzugshilfe auch viele Informationen: Merkblätter, Links, die Licht-Toolbox (im Naturpark Gantrisch entwickelt) sowie ein Grundlagenbericht über die Auswirkungen von Lichtemissionen auf unser Ökosystem.

D: www.bafu.admin.ch/dunkelheit-und-licht
F: www.bafu.admin.ch/obscurite-lumiere
I: www.bafu.admin.ch/luce-oscurita


NHG: Art. 11 Grundsatz

1 Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen werden durch Mass­nahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen).

2 Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist.

3 Die Emissionsbegrenzungen werden verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbela­s­tung schädlich oder lästig werden.